Die Eröffnung eines neuen Lokals ist riskant, aber ein Franchise-Restaurant ist eine gängige Methode, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Wenn Sie überlegen, ein Franchise-Restaurant zu eröffnen, sind hier einige Punkte, die Sie beachten sollten.

Vorteile

Eine etablierte Marke und Identität

Die Entscheidung über Ihre Identität – Ihren Look, Ihren Stil, Ihr Menü und Ihre Zielgruppe – ist ein wesentlicher Schritt bei der Eröffnung Ihres eigenen Restaurants und es ist nicht leicht, hier alles richtig zu machen. Bei einem Franchise-Restaurant gehören all diese Details zum Paket. Die meisten etablierten Restaurantketten sind sogar so unverkennbar, dass eigentlich jeder ihre Verpackungen und Logos erkennt. Sie müssen nicht um Kunden kämpfen, da diese von ganz allein kommen werden, sobald bekannt ist, dass Sie Ihr Lokal eröffnet haben.

Die Erfahrung ist vorhersehbarer

Etablierte Ketten haben Hunderte oder sogar Tausende aktuelle und ehemalige Franchisebesitzer, Sie haben also von Anfang an eine ziemlich gute Vorstellung davon, was Sie erwartet. Ihre Kosten und Einnahmen sowie Ihre Zeit bis zur Rentabilität sind besser vorhersehbar als bei einem unabhängigen Start-up. Und wenn Sie sich später zur Ruhe setzen oder einfach etwas anderes machen möchten, ist es wahrscheinlich leichter, ein etabliertes Franchise-Restaurant als ein vergleichbares unabhängiges Lokal zu verkaufen.

Das Rad wurde bereits erfunden

Wenn Sie nicht gerade auf eine lange Karriere im Restaurantmanagement zurückblicken, kann es ein großer und ständiger Stressfaktor sein, die betriebliche Seite des Geschäfts in Gang zu bringen. Mit einem Franchise-Restaurant bezahlen Sie unter anderem auch für bewährte Betriebsverfahren. Sie werden wissen – oft bis ins kleinste Detail –, welche Geräte Sie kaufen müssen, wie alles aufgestellt wird, wie viel Inventar Sie bestellen müssen und wann und noch vieles mehr. Wenn die administrative Seite eines Unternehmens nicht zu Ihren Stärken gehört, kann Ihnen der Kauf eines Franchise-Restaurants das Leben leichter machen.

Es gibt ein Unterstützungssystem

Das hohe Maß an Unterstützung ist einer der größten Vorteile des Franchising. Die Muttergesellschaft und die anderen Franchisenehmer verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz und helfen gerne bei Details, von der Wahl des Standorts über die Verhandlung der Mietvertragskonditionen bis hin zur ständigen Herausforderung, Mitarbeiter zu behalten. Einige bieten ganze Schulungsprogramme an, während andere Sie dazu anregen (oder verpflichten), vor dem Vertragsabschluss einen bestehenden Franchisenehmer zu begleiten. Letztendlich liegt der Erfolg oder Misserfolg des Restaurants ganz in Ihren Händen, aber Sie erhalten das Werkzeug, das Sie für ein erfolgreiches Unternehmen brauchen.

Nachteile

Es ist nicht Ihre Marke

Wenn es Ihr Ziel ist, sich in der Welt der Gastronomie einen Namen zu machen, wird Ihnen das mit einem Franchise-Restaurant extrem schwer fallen. Die Marke wird Ihnen nicht gehören, Sie lizenzieren Sie lediglich – und dazu gehört auch, dass Sie sich an die Standards des Franchisegebers halten. Es gibt kaum Raum für eigene Ideen, Improvisation oder (in den meisten Fällen) die Berücksichtigung lokaler, für Ihren Markt einzigartiger Vorlieben. Franchise-Unternehmen locken mit dem Versprechen auf einen vorhersehbaren Erfolg, werden Ihren Unternehmerreiz aber kaum so befriedigen wie ein eigenes Restaurant, in dem Sie den Ton angeben.

Hohe Kosten

Es ist möglich, ein unabhängiges Restaurant mit einem verhältnismäßig kleinen Budget zu eröffnen. Die Startkosten für ein Franchise-Restaurant sind in der Regel deutlich höher. Die Gebühren für die größten Restaurantketten können mehrere Hunderttausend bis hin zu 2 Mio. Dollar oder sogar noch mehr betragen. In den meisten Fällen zahlen Sie auch laufende Lizenzgebühren, was letztendlich weniger Gewinn für Sie bedeutet. Im Dienstleistungsgewerbe, in dem die Margen bereits klein sind, kann dies schmerzhaft sein.

Es gibt potenzielle Interessenkonflikte

Wenn Sie Ihr eigenes Restaurant haben, sind sämtliche Entscheidungen direkt auf Ihren eigenen Gewinn ausgerichtet. Bei einer Restaurantkette hat der Franchisegeber übergeordnete Ziele für den Erfolg der Marke, die vielleicht nicht immer Ihren Interessen entsprechen. Es kann vorkommen, dass Sie gebeten werden, unangenehm hohe Summen für gemeinsame Werbung zu zahlen oder sich an Aktionen zu beteiligen, die zwar Ihre Verkaufszahlen in die Höhe jagen, aber Ihren Gewinn vernichten. Außerdem können andere Franchisenehmer, auch wenn sie normalerweise hilfsbereit sind, zur Belastung werden. Wenn ein Franchisenehmer in Ihrer Region beispielsweise einen schlechten Ruf als Arbeitgeber hat, kann es sein, dass gute Bewerber auch Ihr Lokal meiden.

Beschäftigen Sie sich eingehend mit mehreren Ketten, bevor Sie sich für den Sprung entscheiden, und finden Sie die Kette, deren Kultur und Betriebsstil am besten zu Ihnen passt. Es gibt natürlich keine Garantien. Die Marke kann ihren Glanz verlieren, neue Konkurrenten können Kunden weglocken, lokale wirtschaftliche Faktoren können Ihnen schaden und, um ganz ehrlich zu sein, einige Besitzer lernen auf die harte Tour, dass das Restaurantmanagement nichts für sie ist. Das Franchise-Modell ist nicht für jeden geeignet, aber wenn Sie innerhalb seiner Grenzen arbeiten können und zufrieden sind, kann es Ihre Erfolgschancen erheblich verbessern.