Diäten kommen und gehen. Die eine Diät verspricht Ihnen tolle Resultate, wenn Sie auf Fett verzichten, die nächste möchte Sie vom genauen Gegenteil überzeugen. Naheliegend ist also, dass auch das Ernährungskonzept Clean Eating nur ein weiterer Trend ist, der bald schon wieder von der Bildfläche verschwunden sein wird.

Doch Clean Eating ist keine wirkliche Diät. Es ist ein Ernährungskonzept, dessen Fokus primär auf der Qualität der Lebensmittel liegt – und nicht darauf, wie viel oder wann man Nahrung zu sich nimmt. Dabei ist Clean Eating bei weitem kein neues Konzept. Bevor industriell verarbeitete Lebensmittel voller Pestizide, Hormone und GVOs zur Norm wurden, erhielten die Menschen ihre Nahrungsmittel ohne Umwege direkt von der Quelle. Außer der Vorbereitung in der Küche zum späteren Verzehr wurden diese Nahrungsmittel nur minimal verarbeitet.

Mit der Clean-Eating-Philosophie können Sie selbst entscheiden, was Sie Ihrem Körper zuführen. So können Sie industriell verarbeitete, mit Pestiziden behandelte und aus Massenanbau gewonnene Lebensmittel durch hoch- und vollwertige Nahrungsmittel – idealerweise aus ökologischem Anbau – ersetzen.

Warum Clean Eating?

Die hochgradig verarbeiteten Lebensmittel, die die Regale der meisten Lebensmittelgeschäfte füllen, sind voller Kalorien, Zuckerzusätze und Inhaltsstoffe, deren Namen höchstens ein Experte aussprechen könnte. Was diesen Lebensmitteln jedoch fehlt, sind lebenswichtige Nährstoffe. Stattdessen werden sie mit Fettleibigkeit, niedrigem Energiehaushalt und einem erhöhten Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen und in einigen Fällen sogar mit Krebs in Verbindung gebracht. Viele dieser minderwertigen Lebensmittel wurden zudem mit Pestiziden behandelt oder enthalten genetisch veränderte Inhaltsstoffe. Aus diesem Grund bergen sie potenzielle Gesundheitsrisiken – von der immensen Umweltbelastung ganz zu schweigen.

Entscheiden Sie sich hingegen für Clean Eating, führen Sie Ihrem Körper gesunde und nährstoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte, natives Olivenöl, Fleisch von grasgefütterten Tieren sowie hormonfreie Milchprodukte zu. Wenn Sie sich konsequent nach dem Konzept ernähren, erhält Ihr Körper reichlich Vitamine und Mineralstoffe, hochwertiges Eiweiß und gesunde Fette. Zu den langfristigen Vorteilen dieser Art der Vollwerternährung zählen unter anderem bessere Gesundheit von Herz und Hirn, problemloses Gewichtsmanagement, ein stärkeres Immunsystem und ein mehr Energie.

Dabei sollte an dieser Stelle klargestellt werden, dass das Ziel des Clean Eating nicht das Abnehmen ist. Zahlreiche Lebensmittel, die als „clean“, also „sauber“ und nicht industriell verarbeitet gelten, sind reich an Kalorien und werden Ihnen das Abnehmen nicht erleichtern. Falls Sie also Gewicht verlieren möchten, sollten Sie sich nicht von der Bezeichnung „clean“ täuschen lassen.

Wie funktioniert das „saubere“ Essen nun eigentlich? Clean Eating ist relativ einfach. Hier sind drei Tipps, die Ihnen die Umstellung so leicht wie möglich machen.

  1. Konzentrieren Sie sich beim Einkauf vor allem auf die äußeren Regale im Supermarkt. Dort lassen sich für gewöhnlich die „sauberen“ Lebensmittel finden. Lassen Sie sich besonders in der Obst- und Gemüseabteilung Zeit und decken Sie sich mit einem großen Vorrat an gesunden, farbenfrohen Gemüse- und Obstsorten ein. Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie sich immer für Bio-Lebensmittel entscheiden. Dies gilt insbesondere für Fleisch, Milchprodukte und Nahrungsmittel, die auf der Liste der „Dreckigen Dutzend“ geführt werden.
  2. Lesen Sie immer die Lebensmitteletiketten, bevor Sie sich im Supermarkt für einen Artikel entscheiden. Überprüfen Sie die Liste der Inhaltsstoffe und vermeiden Sie alle Produkte, deren Inhaltsstoffe Sie nicht kennen oder nicht aussprechen können. Als Faustregel gilt: Je weniger Inhaltsstoffe, desto besser. Außerdem sollten Sie auch die unter „Kohlenhydrate“ aufgeführten Zuckerzusätze überprüfen. Ein einfaches Produkt wie beispielsweise eine Nudelsoße kann bis zu 100 g Zucker pro Glas enthalten!
  3. Kochen. Der einfachste Weg, sich „sauber“ zu ernähren? Kochen Sie Ihre eigenen Mahlzeiten. Nur auf diese Weise können Sie absolut sicher wissen, welche Zutaten in Ihrem Essen stecken, und sich tatsächlich „sauber“ ernähren. Außerdem vermeiden Sie automatisch Produkte, die zwar als gesunde Lebensmittel ausgegeben werden – in Wahrheit aber weit davon entfernt sind. Viele vermeintlich gesunde Säfte in Supermärkten enthalten nämlich große Mengen an Zucker und stecken voller billiger Inhaltsstoffe. Wenn Sie Ihre eigenen Zutaten kaufen und sie mit Ihrem Vitamix verarbeiten, erhalten Sie hingegen wirklich gesunde, nährstoffreiche Säfte.